Heilpädagogik-ABC

 

Berichte lesen und verstehen

Haben Sie auch schon einmal einen Entwicklungsbericht ihres Kindes in der Hand gehalten und sich gefragt, was genau da steht? Die Formulierungen in Integrationsanträgen, Übergabeberichten und Co. sind wie in jeder anderen Fachrichtung auch randvoll mit Fachwörtern und Formulierungen, die an dieser Stelle mal näher beleuchtet werden sollen.

A wie

Apgar-Wert
Um den APGAR-Wert zu bestimmen, werden beim Neugeborenen nach einem standardisierten Bewertungssystem von 0 bis 10 Punkten jeweils eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt die fünf lebenswichtigen Funktionen (Atmung, Puls, Muskelspannung, Durchblutung der Haut und Reflexe) kontrolliert. Ein gesundes Baby hat nach der Geburt einen APGAR-Wert zwischen 7 und 10.
Quelle: http://www.mamiweb.de/familie/apgar-wert/1

Auditive Wahrnehmung
alle Informationen, die wir über die Ohren aufnehmen (z.B. Geräusche, Laute, Reime…)

Aufmerksamkeitsspanne
Die Zeit, in der ein Kind seine Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit bzw. einen bestimmten Reiz konzentrieren kann

 

B wie

Bewegungsplanung
Das Kind entwickelt noch vor der Durchführung einer Bewegungsabfolge eine Idee, wie diese abzulaufen hat

Bindung
die Bezeichnung für eine enge emotionale Beziehung zwischen Menschen. Das Neugeborene entwickelt eine spezielle Beziehung zu seinen Eltern oder anderen relevanten Bezugspersonen. Die Bindung veranlasst das Kleinkind, im Falle erlebter Gefahr Schutz und Beruhigung bei seinen Bezugspersonen zu suchen und zu erhalten. Bezugspersonen bzw. Bindungspersonen sind die Erwachsenen oder älteren Personen, mit welchen das Kind den intensivsten Kontakt in seinen ersten Lebensmonaten hatte.

Bindungsunsicherheit/Bindungsstörung
Bindungsunsichere Kinder haben ein störungsanfälliges Bindungsverhalten. Trennungen werden entweder unbeeindruckt hingenommen oder als massive Verunsicherungen erlebt. Die Festigung emotionaler Beziehungen erfolgt sehr langsam bzw oft auch gar nicht. Erwachsene werden nicht als Schutzperson wahrgenommen, Kinder mit Bindungsunsicherheiten schaffen es nur mit großer Mühe, Vertrauen zu Personen in ihrer Umgebung aufzubauen.

 

D wie

Dysgrammatismus
As Dysgrammatismus bezeichnet man die Schwäche, Sprache im Sinne der grammatischen Regeln zu produzieren. Kinder mit Dysgrammatismus bilden unvollständige bzw. falsche Sätze, haben Schwierigkeiten die richtigen Artikel für einen Begriff zu bestimmen oder bilden auch im Schulkindalter die falschen Vergangenheitsformen.

Dyslalie/dyslalisch
Die Dyslalie ist eine Artikulationsschwäche in der Spontansprache. Kinder mit Dyslalie ersetzen Laute, die sie nicht bilden können, durch andere, z.B. Tatze statt Katze. Auch das umgangssprachliche Lispeln mit Fehlbildung des S-Lautes gehört dazu. Sind mehrere Laute bzw. Lautkombinationen betroffen wird von multiplen Dyslalien gesprochen.

Dyskalkulie
Als Dyskalkulie wird die Schwäche bezeichnet, mathematische Zusammenhänge zu erfassen und zu verstehen.

 

E wie

Entwicklungsbereiche
In unserer täglichen Arbeit haben wir die Entwicklung ihres Kindes im Ganzen im Blick. Zur besseren Überprüfung unterscheiden die meisten Beobachtungshilfen die kindliche Entwicklung in den Bereichen Grobmotorik/Körperwahrnehmung, Feinmotorik, Sprache, Kognitive Entwicklung/Wahrnehmung und Sozial-Emotionale Entwicklung.

Entwicklungsstörung
Von einer Entwicklungsstörung spricht man, wenn gravierende Einbußen in der Entwicklung des Kindes festgestellt werden, die auf unbestimmte Sicht nicht aufgeholt werden können. Meist treten diese in mehreren Entwicklungsbereichen auf und schränken das Kind in seinem Erleben und Lernen maßgeblich ein.

Entwicklungsverzögerung
Bei einer Entwicklungsverzögerung ist perspektivisch durch gezielte Förderung eine deutliche Verbesserung der kindlichen Entwicklung zu erwarten. Auch Entwicklungsverzögerungen können auf mehreren Entwicklungsbereichen gleichzeitig erkennbar sein und werden meist als „globale“ bzw. „allgemeine umschriebene“ Entwicklungsverzögerung bezeichnet.

Explorationsverhalten
Kinder mit einer festen Bindung zu ihren Bezugspersonen trauen sich im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr zu. Sie sammeln so die nötige Sicherheit, loszulassen und neue Wege zu beschreiten. Sie entwickeln Neugier an Phänomenen des Alltags, entdecken mit großer Freude neue Umgebungen und machen so viele neue Lernerfahrungen. Exploration heißt Entdecken. Grundvoraussetzung hierfür ist die nötige Sicherheit, dass Beziehungen bestehen bleiben, auch wenn der Bewegungsraum weiter wird.

Expressiver Wortschatz
Die Wörter, die ein Kind aktiv in seiner Sprache nutzt

 

F wie

Figur-Grund-Wahrnehmung
Aus den vielen, unterschiedlichen Sinneseindrücken einer Situation, die gleichzeitig auf den Menschen einströmen, kann das Gehirn die Eindrücke ausfiltern, die es zu diesem Zeitpunkt als die Wichtigsten erachtet. Diese Eindrücke werden zum Vordergrund, zur „Figur“. Sie werden bewusst und differenziert wahrgenommen und bilden das Zentrum der Aufmerksamkeit. Die übrigen Sinneseindrücke, die als unwichtig erkannt werden, treten in den Hintergrund und bilden den „Grund“.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Figur-Grund-Wahrnehmung

Frustrationstoleranz
Die Frustrationstoleranz ist eine Persönlichkeitseigenschaft, die die individuelle Fähigkeit beschreibt, eine frustrierende Situation über längere Zeit auszuhalten Menschen mit niedriger Frustrationstoleranz neigen zu erhöhtem Anstrengungs- oder Vermeidungsverhalten. Je stärker die Frustrationstoleranz hingegen ausgeprägt ist, umso weniger sind aggressive Verhaltensformen zu finden.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Frustrationstoleranz

 

G wie

Graphomotorik
Graphomotorik meint die differenzierte, rhythmische Schreibbewegung. Sie stellt die feinste Koordinationsaufgabe des Menschen dar. Es geht dabei um einen hochkomplexen psychomotorischen Prozess, nicht etwa nur um eine einfache technische Fähigkeit oder um ein Kopieren vorgegebener graphischer Zeichen. Zusammen mit dem Tastsinn, dem Gleichgewichtssinn und einer ausreichenden Körperspannung bildet die Bewegungsfähigkeit der Hände und Finger die motorische Grundlage allen Handelns.
Quelle: http://www.ergotherapie-schwerte.de/Graphomotorik.37.0.html

Gustatorische Wahrnehmung
Geschmackssinn

 

H wie

Handlungsplanung
Handlungsplanung ist das Vermögen eine Handlung mit allen Handlungsschritten und Bewegungen in richtiger Reihenfolge zu planen und die passenden Materialien und Werkzeuge auf angemessene Art einzusetzen.

hypertoner / hypotoner Muskeltonus
Als Muskeltonus bezeichnet man den Spannungszustand der Muskulatur. Er ist nicht abzutasten, sondern zeigt sich deutlich in der Körperhaltung und der Stellung der einzelnen Extremitäten des Kindes und steuert damit unsere Stabilität und Mobilität. Kinder mit Hypotonus (zu niedriger Tonus) benötigen Reize und Informationen aus der Umwelt, um ihren Tonus besser regulieren zu können. Kinder mit Hypertonus (zu hoher Tonus) benötigen dagegen Informationen, die ihre Muskulatur bewusst zur Entspannung führt.
Quelle: http://ergotherapie-maelzer.de/5b.html

I wie

Interdisziplinäre Arbeit
In der täglichen heilpädagogischen Arbeit sind wir mit vielen anderen therapeutischen, medizinischen und pädagogischen Fachkräften vernetzt. Mehrere Fachbereiche arbeiten gemeinsam für das Gelingen von Entwicklungsaufgaben. Diese Vernetzung bezeichnet man als „interdisziplinär“.

 

K wie

Kinästhetische Wahrnehmung
Die Wahrnehmung aus der „Tiefe“ des menschlichen Körpers, darunter sind die Informationen zu verstehen, die der eigene Körper uns über Muskeln, Sehnen usw. gibt. Kinder mit einer Unsicherheit in diesem Bereich zeigen z.B. eine schlaffe Körperhaltung beim Sitzen, deutliche Schwierigkeiten beim Erbringen von Handlungen, die Krafteinsatz benötigen oder werden erst sehr spät trocken.

Kognition
Unter Kognition werden alle Denk- und Wahrnehmungsvorgänge und deren mentale Ergebnisse (Wissen, Einstellungen, Überzeugungen, Erwartungen) verstanden. Kognitionen können bewusst, z.B. das Lösen einer Rechenaufgabe, und unbewusst, z.B. bei der Meinungsbildung, ablaufen.
Quelle: http://www.psychomeda.de/lexikon/kognition.html

Körperschema
Das Körperschema ist ein physiologisches Konstrukt, das aus der Integration der taktilen, propriozeptiven, vestibulären, visuellen und akustischen Informationen entsteht. Es ändert sich ständig in Abhängigkeit der Lernerfahrungen und vermittelt auf der anderen Seite eine Orientierung und Konstanz von „Wie ich bin“. Die Vorstellung von der eigenen Körperlichkeit endet nicht an der Körperoberfläche sondern reicht bis zur Grenze der unmittelbar mit dem Körper in Kontakt stehenden physikalischen und personalen Umwelt. Das Schema wird genutzt, um sich im äußeren Raum zu orientieren und mit dem eigenen Körper die Umgebung zu gestalten und zu formen.
Quelle: http://www.mbechstein.de/reader_pm/theorie_themen/06_koerperkonzept.pdf

Kraftdosierung
Der Einsatz von Kraft, z.B. beim Malen, Schreiben und Schneiden. Aber auch für andere motorische Tätigkeiten ist die Dosierung unserer Körperkraft maßgeblich für das Gelingen.

 

L wie

Lautbildung
Die Bildung von Lauten mithilfe unserer Sprechwerkzeuge (Zunge, Lippen, Atmung, Mundmuskulatur) ist Grundvoraussetzung für den Spracherwerb.

 

 

M wie

Merkfähigkeit
Unter Merkfähigkeit versteht man die Fähigkeit aufgenommene Informationen über einen Zeitraum von etwa 10 Minuten im Gedächtnis zu behalten und wieder abrufen zu können. Die Merkfähigkeit ist abhängig von unterschiedlichen Einflussfaktoren wie Stimmung, Wachheit, emotionaler Gehalt der zu merkenden Inhalte, Erregungsniveau etc.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Merkf%C3%A4higkeit

 

O wie

Objektpermanenz
Das Wissen eines Kindes, dass ein Gegenstand [oder eine Person] weiterhin existiert, auch wenn er gerade nicht wahrgenommen werden kann. Solange aber kein Schema für einen Gegenstand vorliegt, ist für das Kind der Gegenstand verschwunden, sobald er aus dem Blickfeld verschwunden ist, d.h., es liegt noch keine Objektpermanenz vor.
Quelle: http://lexikon.stangl.eu/4298/objektpermanenz/

 

P wie

Phonologische Bewusstheit
Unter phonologischer Bewusstheit versteht man die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken, z.B. auf den Klang der Wörter beim Reimen, auf Wörter als Teile von Sätzen, auf Silben als Teile von Wörtern und letztendlich vor allem auf die einzelnen Laute der gesprochenen Wörter.
Quelle: http://www.phonologische-bewusstheit.de/sonstiges/glossar.htm

Psychomotorik
Die Wahrnehmung des eigenen Körpers durch spielerisches Verhalten ist ein Kernelement von Psychomotorik. Denn Lernen, Wahrnehmung und Bewegung sind eng miteinander verbunden. Psychomotorik beschreibt diesen Zusammenhang als enge und wechselseitige Verbindung von psychischen Prozessen und Bewegung. Der neurologische Fachbegriff „Psychomotorik" wurde aus der Medizin in die Pädagogik übertragen und hat sich zu einem pädagogischen und therapeutischen Konzept entwickelt.
Quelle: http://www.psychomotorik.com/index.php?id=108

R wie

Raum-Lage-Wahrnehmung
„Die Räumliche Wahrnehmung beinhaltet die Fähigkeit, die Lage von zwei oder drei Gegenständen in Bezug zu sich selbst und in Bezug zueinander, wahrzunehmen.
Sie ermöglicht räumliche Beziehungen richtig wahrzunehmen und bildet eine Grundvoraussetzung um Buchstaben, die sich in ihrer Raumlage unterscheiden, auseinander zuhalten sowie für das rechnerische Denken.“ Basis hierfür ist ein gut ausgeprägtes Körperschema.
Quelle: http://www.treffpunkt-therapie.at/pages/content.php?pk=14

 

Rezeptiver Wortschatz
Die Wörter, die ein Kind versteht, also der passive Wortschatz. Expressiver und Rezeptiver Wortschatz können sich bei Kindern deutlich unterscheiden.

 

S wie

Selbstkonzept
Der Begriff „Selbstkonzept“ wurde vom amerikanischen Psychotherapeuten Carl Rogers geprägt. Er meint damit die Art und Weise, in der ein Mensch sich selbst bzw. seine Eigenschaften und Fähigkeiten wahrnimmt und beurteilt. Er definiert das Selbstkonzept wie folgt: ,,Das Selbstkonzept ist die Summe der Wahrnehmungen vom „ICH“ oder „MICH“, und ebenso die Wahrnehmungen von den Beziehungen zur Außenwelt und zu anderen Personen. Dazu gehören auch die mit diesen Wahrnehmungen verbundenen Wertvorstellungen. Das Selbstkonzept ist für das Individuum ein ständiger Bezugspunkt, an dem es sein Handeln ausrichtet.“

Selbstwirksamkeit
Unter dem Begriff Selbstwirksamkeit fasst die psychologische Forschung eine bestimmte Überzeugung, die in absolut jedem Kopf steckt und arbeitet. Die Überzeugung nämlich, dass wir das, was wir grade tun wollen oder planen zu tun, auch wirklich tun können. Ohne dass wir es merken, beantwortet unsere Selbstwirksamkeit uns ständig die Frage "Schaffe ich das?" Von genau dieser Überzeugung in unserem Kopf hängt es ab, ob wir bei all dem, was wir tun, erfolgreich sind oder nicht. Und zwar viel mehr, als unser Erfolg von unseren tatsächlichen Fähigkeiten abhängt!
Quelle: http://www.selbstwirksame-kinder.de/selbstwirksamkeit.html

Sensomotorik
Wenn wir uns bewegen, gibt uns unser Körper über die Sinnesorgane unmittelbar Rückmeldungen, die uns helfen, unsere Bewegungen zu kontrollieren. Das Zusammenspiel zwischen Bewegungsapparat und Sinnesorganen nennt man Sensomotorik.

Sensorische Integration
Unter Sensorischer Integration versteht man das Zusammenwirken der eintreffenden Sinneseindrücke (über Augen, Ohren, Nase, Geschmacksnerven, Haut und Gleichgewichtsorgan) und deren Wahrnehmung und Deutung im zentralen Nervensystem sowie die Fähigkeit, Körpersprache oder Handeln seiner Mitmenschen zu deuten, diese nachvollziehen zu können und situationsangemessen zu reagieren.
Quelle: http://www.deutsche-therapeutenauskunft.de/therapeuten/ergotherapie/therapieformen-der-ergotherapie/sensorische-integration/

Seriale Wahrnehmung
Die seriale Wahrnehmung ermöglicht es uns, eine Serie von Einzelerlebnissen in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Nur wenn es dem Kind gelingt, eine Reihenfolge richtig wahrzunehmen, und zu behalten, ist es möglich voraus zu planen und zu koordinieren. Wenn dies nicht gelingt, hat erlebt ein Kind seine Umgebung als unstrukturiert, verunsichernd und planlos. Kinder reagieren hierauf häufig mit herausforderndem Verhalten, enormen Unsicherheiten (insbesondere bei veränderten Abläufen) und wirken insgesamt chaotisch. Nicht selten wird fälschlicherweise von ADHS-Symptomatik gesprochen.

 

 

T wie

Tastsinn
Unser Tastsinn ist die Fähigkeit, Berührungen über die Rezeptoren unserer Haut wahrzunehmen. Wir unterscheiden hierbei die taktile Wahrnehmung für das passive Berührtwerden und die haptische Wahrnehmung für das aktive Begreifen.

 

V wie

Vestibuläre Wahrnehmung
Die vestibuläre Wahrnehmung dient der Gleichgewichtsregulation. Auch um eine Orientierung im Raum zu haben, benötigt man den Gleichgewichtssinn. Man muss die Balance halten können und wissen, wo oben und unten, rechts und links, vorne und hinten ist. Der Vestibulärapparat ist für die Aufrechterhaltung des Körpers und für die Raumorientierung verantwortlich.
Quelle: http://www.heilpaedagogik-info.de/fachwissen/entwicklungsfoerderung/292-gleichgewichtssinn-vestibulaere-wahrnehmung.html

 

W wie

Wahrnehmung
Wahrnehmung ist die Aufnahme von Reizen durch die Sinnesorgane und ihre Verarbeitung im Gehirn. Die sieben Sinne sind der Sehsinn, der Gehörsinn, der Geruchssinn, der Geschmackssinn, der Haut- oder Tastsinn sowie der Muskel- und Stellungssinn, der zusammen mit dem Gleichgewichtssinn die Körperwahrnehmung und Bewegung entscheidend beeinflusst.

 

 

Jede Menge Informationen die ihr Wahrnehmungsapparat nun zu verarbeiten hat, nicht wahr? Aber warum sind hier keine Störungsbilder beschrieben? Es würde doch vieles erleichtern, wenn im Entwicklungsbericht schon ein Name für die beschriebenen Beobachtungen stünde!

Nun, die Antwort ist sehr einfach: Wir sind keine Ärzte und dürfen somit auch keine Diagnosen stellen. Ein seriöser Bericht beschreibt und gibt Beobachtungen aus dem Kindergartenalltag wieder. Diese Beobachtungen können Ärzten, Therapeuten und anderen Fachrichtungen bei einer Diagnose helfen.

Sollten Sie jedoch Interesse an Beschreibungen möglicher Störungsbilder und Krankheitssymptome haben, finden Sie diese in der Fachliteratur der WHO (Weltgesundheitsorganisation) unter dem Suchbegriff „ICD-10“ (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme).